paprfloor ist einer der drei deutschen Kandidaten für die internationale Cleantech Open Global Ideas Challenge im Januar in den USA

Im Rahmen des StartGreen Awards zeichnete das RKW Kompetenzzentrum auch drei Unternehmen als Teilnehmer für die internationale Cleantech Open Global Ideas Challenge aus. Neben Manyfolds und Nuventura gehört paprfloor (www.paprfloor.com)  zu den drei Unternehmen die Deutschland im Januar auf diesem Wettbewerb vertreten dürfen.

Die Cleantech Open Global Ideas Challenge ist ein im Rahmen der Global Entrepreneurship Week stattfindender internationaler Wettbewerb, der vom Cleantech Open Accelerator ausgerichtet wird und Ideen würdigt, die nachhaltig und sauber sind. Das RKW Kompetenzzentrum hat als bundesweite Koordinierungsstelle der Gründerwoche Deutschland nun drei Unternehmen in Kooperation mit dem StartGreen Award ausgewählt. Sie erhalten als deutsche Champions Unterstützung bei der Reise zum Wettbewerbs-Finale, das Anfang 2019 in Los Angeles stattfindet.

Unter den 27 Bewerbern für die Cleantech Open Global Ideas Challenge wurden die folgenden drei Unternehmen nicht nur mit ihren Geschäftsideen, sondern auch mit einem Fokus auf die Ausweitung ihres Geschäfts auf internationalen Märkten nominiert und haben ihre Auszeichnung als deutsche Champions für die Cleantech Open Global Ideas Challenge entgegengenommen:

Manyfolds ist eine Industrie-4.0-Anwendung, die individuell konfigurierbare, ökologische Kartonmöbel produziert. Die bei Manyfolds eingesetzten Verbrauchsmaterialien sind leicht, fast komplett biologisch abbaubar und werden nur dann gebraucht, wenn der Kunde auch tatsächlich bestellt. Verschiedenste Möbel-Designs können von den Kunden in der Größe angepasst und mit Farben und Prints komplettiert werden. Der Zusammenbau ist kinderleicht und schnell, ohne Werkzeug, ohne Kleben.

Nuventura hat es sich zum Ziel gesetzt, SF6 – das stärkste bekannte Treibhausgas – aus dem Stromnetz zu eliminieren. Sie haben eine Schaltanlage (ein elementarer Teil des Netzes) entwickelt, die ohne Leistungseinbußen anstatt SF6 einfache Luft verwendet, wie wir sie atmen. Der Einfluss dieser Technologie auf die Umwelt kann gewaltig sein: SF6 Emissionen entsprechen heute der Größenordnung von 100 Millionen Autos und Schaltanlagen sind mit ca. 80% der weltweiten SF6-Produktion der einzig wesentliche Anwendungsfall von SF6.

paprfloor entwickelt einen neuartigen Bodenbelag, der den massiven Abfall auf Messen reduzieren hilft. Die spezielle Mischung wurde erstmalig 2014 als Belag auf der Hannover Messe verwendet. Über eine Crowd-Funding Kampagne wurde das Produkt weiterentwickelt und kann kommerziell genutzt werden. Jeder Quadratmeter paprfloor reduziert die CO2 -Belastung durch herkömmliche Messeböden um 10kg. Zudem muss paprfloor nicht als Sondermüll entsorgt werden und verschwendet kein Rohöl in der Produktion. Darüber hinaus wird paprfloor aus recyclten Papier hergestellt, was den Umweltbeitrag nochmals erhöht.

Dirk Pieper, Partner bei paprfloor hat den Preis in Berlin entgegen genommen und schaut gespannt auf die Reise nach Amerika: „Es ist schon eine besondere Auszeichnung als eines von drei Unternehmen Deutschland bei diesem renommierten Wettbewerb vertreten zu dürfen. Und es zeigt, dass sich das Bewusstsein für einen nachhaltigen Messebau entwickelt, der nicht an unseren Grenzen halt macht.“

Seit seiner Marktvorstellung und der bestandenen Prüfung zur B1-Brandschutznorm hat sich paprfloor zu einer der ökologischsten und gesündesten Alternativen für Fußböden in temporären Bauten, wie Messen, entwickelt und wird mittlerweile weltweit nachgefragt und eingesetzt.

Foto by Rolf Schulten (copyright)